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18.8.2009 von Miriam.
Auf einem tollen Blog habe ich eine wunderbare Geschichte gelesen, sie heißt “Im Vorübergehen“. Bitte lesen! Sie hat mich so berührt. Es gibt noch Menschen mit Herz. Und manchmal sind es genau die, von denen man es am wenigsten vermutet. Da kann man nur noch schlucken.
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26.6.2009 von Miriam.
Originalwiedergabe eines Gesprächs zwischen Teenies heute morgen in der S12 nach Köln:
Junge: “Ey, krass, habt ihr schon gehört, Michael Jackson ist tot!”
Mädchen 1: “Ja, Herzinfarkt oder so. Schade, der war ja erst 50.”
Junge: “Ja, erst 50. Der Arme.”
Mädchen 2: “Wer ist denn das? Ich kenn den nicht.”
Mädchen 1: “Kennst du nicht das Springspiel, wo wir in der Grundschule immer gespielt haben: Michael Jackson fuhr nach Spanien?”
Junge: “Gedenkminute.” (singt:”Billy Jean is not my lover…”)
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16.3.2009 von Miriam.
Schon lange wollte ich etwas über Kassiererinnen, Supermarkterlebnisse oder ähnliches schreiben. Dem ist man mir nun zuvor gekommen. Plötzlich ist das Thema der „Kassiererin“ ganz aktuell in den Medien. Angefangen hat vermutlich alles mit der Berlinerin Kassiererin Barbara E., die bei Kaiser´s nach 15 Jahren Tätigkeit entlassen wurde. Die Frau soll Pfandbons im Wert von 1,60 Euro unterschlagen haben. Und da im Arbeitsrecht – anders als im Strafrecht – der Verdacht eines Diebstahls reicht, um einen Angestellten zu entlassen, ist Kaiser´s laut Gesetz im Recht. Tja, so ist das eben. Was interessiert es die Gerichte, dass die Frau sich in all den Jahren nichts zu Schulden kommen ließ. Oder dass es absolut schwachsinnig wäre, wegen 1,60 Euro seine Arbeitsstelle zu riskieren? In manchen Firmen sind Mitglieder des Betriebsrats nicht gern gesehen und schon gar nicht, wenn sie sich für die Rechte der Mitarbeiter einsetzen. Nein, in diesen harten Zeiten kann man da keine Gnade walten lassen.
Aber zurück zu den Kassiererinnen. So kamen sie also ins Gespräch. Vor kurzem las ich in der EMMA einen Artikel über die französische Kassiererin Anna Sam, deren Buch „Die Leiden einer jungen Kassiererin“ gerade auf Deutsch erschienen ist. Sie beschreibt in ihrem Buch die Position der oftmals gedemütigten und unfreundlich behandelten Kassiererin, die mit Piepen im Ohr nach Hause geht, wenn sie denn mal Feierabend hat. Kurz darauf, genauer gesagt, am 05.03.2009, lese ich im Kölner Stadtanzeiger einen Kurzkommentar von Stefan Knieps zum Thema Supermarkt-Kassen. Ihm ist das alles viele zu viel Fragerei („Haben Sie eine Paybackkarte?“) und überhaupt möchte er doch nur einkaufen. Dass er sich schlussendlich auch noch Turbokassen nach seinen persönlichen Vorstellungen ausmalt, zeugt davon, dass er beim Einkaufen in möglichst minimalistischen Kontakt mit einer Kassiererin treten will. Schließlich will man ja einkaufen und keine Gespräche führen. Wär ja auch noch schöner.
In derselben Woche dann erscheint im freitäglichen Magazin der Süddeutschen Zeitung ein Artikel „Die Kassiererin“, welcher die offensichtlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen der Kassiererinnen und die Position der Person an der Kasse beleuchtet und Bezug auf das Buch von Anna Sam nimmt. Der Artikel beschreibt dabei auch sehr schön das Bild der Kassiererin in der gegenwärtigen Literatur. Ein von Unmündigkeit und Passivität gekennzeichnetes Bild, welches im dümmsten Fall auch noch Männerfantasien ausfüllt.
Wenn ich all diese Berichte jetzt nicht gelesen hätte, hätte ich geschrieben, dass ich einen vollkommen anderen Eindruck habe. Ich begegne den meistens Menschen erst mal freundlich. In der Begegnung mit sehr vielen Kassiererinnen allerdings führt dies zu sehr viel Irritation meinerseits. Denn zumeist bin ich die, die „Guten Tag“ sagt, wobei Kassiererinnen häufig a) gar nicht reagieren, b) verwirrt leicht den Kopf heben und mich anschauen oder c) freudig zurück grüßen. Leider sind letztere die seltensten Begegnungen. Ich wunderte mich bisher darüber, dass es zu viel zu sein scheint, dem Kunden an der Kasse freundlich zu begegnen. Denn letztendlich sind wir an der Kasse Kunden, die man üblicherweise gut behandeln sollte. Allerdings geht es im Falle einer Kassiererin natürlich nicht darum, dass sie uns etwas direkt verkaufen will, denn wir kommen ja bereits mit unserem fertigen Einkauf zu ihr und wollen bezahlen. Wir wollen zwar etwas von ihr, aber sie will ja schließlich auch unser Geld. Mir kam es bisher immer so vor, als müsse man sich um Supermarktkunden nicht bemühen, denn die kommen ja ohnehin wieder, da der Supermarkt gleich um die Ecke liegt und man nicht den Supermarkt wie den Arzt wechselt, wenn man sich schlecht behandelt fühlt. Reklamiert man einen falsch eingegebenen Preis, bekommt man oft nur ein mürrisches „Ach so, das ist hier schon falsch eingegeben“, statt einer Entschuldigung, die ich in solchen Fällen eigentlich für angebracht hielte. Pfandbons werden einem mehr oder weniger aus der Hand gerissen, bevor man etwas dazu sagen kann und mein Einkaufswagen wird wortlos um die Kassenecke gezerrt und mit skeptischem Blick auf geklaute Lebensmittel geprüft. Erst vor wenigen Tagen hatte ich ein Erlebnis, bei dem ich laut lachen musste: Ich stand schon an der Kasse. Währen die Kassiererin meine Einkäufe scannte, holte ich zwei Stofftaschen aus meiner Umhängetasche, in denen ich die Einkäufe verstauen wollte und legte sie deshalb in den Einkaufswagen vor mir. Sofort blaffte mich die Verkäuferin an, sie wolle in die Taschen schauen. Ich lachte laut los und sagte ihr, dass sie doch gesehen habe, dass ich die gerade aus meiner eigenen Tasche genommen hätte. Sie bestand jedoch darauf, in die Taschen zu blicken.
Es gibt in meinen Augen zwei Möglichkeiten: Entweder sehe ich so aus, als ob ich klaue, die Diebstähle dann in meine Tasche packe, um sie dann an der Kasse wieder auszupacken (?) oder die Kassiererin ist so gedrillt darauf, Taschen zu kontrollieren, dass sie den Sinn ausblendet und nur den Befehl ausführt. Ich befinde mich nun in dem Dilemma, dass ich nicht weiß, ob ich Mitgefühl mit den Kassiererinnen haben soll oder sie trotzdem weitestgehend unfreundlich finde. Vielleicht ist das ganze eine Mischung aus verschiedenen Komponenten: Druck am Arbeitsplatz, unfreundliche und genervte Einkäufer ohne Zeit an der Kasse und keine Freude an der Arbeit – wissen tue ich es leider nicht (würde mich aber wirklich interessieren). Dagegen spricht allerdings, dass es durchaus nette Kassiererinnen gibt, die auf meine Freundlichkeit ebenso reagieren. Allerdings schreibe ich hier nur meine Sicht auf die Kassiererin nieder. Ich schreibe nicht von den vielen unfreundlichen Menschen, die Sprüche wie „Geht das auch schneller“ raushauen, erst fünf Minuten vor Ladenschluss den Supermarkt betreten und sich unnötig viel Zeit lassen oder die wortlos ihren Schein an die Kassiererin reichen und diese vermutlich nicht mal richtig wahrnehmen.
Letztens fragte mich eine Kassiererin beim Abwiegen des Obstes, um welche Frucht es sich denn nochmal bei der aufgelegten Mango handle. Ich antwortete ihr: „Weiß ich nicht, Sie lieben doch Lebensmittel!“ Worauf sie mich erst ungläubig ansah und dann in ein herzliches Lachen ausbrach, in das ich einfiel. Einkaufen kann eben auch Spaß machen. Wenn man es selber will.
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3.3.2009 von Miriam.
Ich bin Pendlerin. Ich fahre werktäglich mit der Deutschen Bahn und mit mir viele andere Menschen. Dabei fällt mir auf, dass ich und einige wenige andere allmählich zu Dinosaurieren werden. Warum? Weil wir mit unserem Buch in der Hand zur Ausnahme werden. Fast alle Menschen morgens auf dem Bahnsteig sind in irgendeiner Weise elektronisch verkabelt. Noch vor wenigen Jahren wären Menschen, die scheinbar mit sich selber redend (am frühen Morgen wohlgemerkt!) für verrückt und seltsam erklärt worden. Aber man hat sich daran gewöhnt. Denn diese Menschen telefonieren ja nur. Daneben gibt es dann jene Mitmenschen, die scheinbar immer ihr Mobiltelefon am Ohr haben und schon morgens um acht Uhr höchstwichtige Gespräche führen oder auch Murat, der sich nur bei seinem Kumpel erkundigen möchte, “ob wir nachher noch Domplatte gehen”. Die meisten anderen haben Kopfhöhrer in oder auf den Ohren und lassen sich von ihrem MP3-Player berieseln. Einige andere packen inzwischen, kaum das man in der morgendlich überfüllten Bahn einen Sitzplatz gefunden hat, ihr Notebook aus und stöpseln auch hier wieder die Kopfhörer ein. Ich habe tatsächlich schon Leute gesehen, die sich am frühen Morgen erst mal eine DVD reinziehen. Andere erledigen anscheinend schon mal vorab Büroarbeit, wieder andere schauen nur mal, wer gerade so im Messenger ist. Neulich saßen mir dann morgens in der S-Bahn wirklich ein paar kleine Jungs gegenüber, die eifrig mit ihrem Mobiltelefon Fotos schossen (und mich grimmig dreinblickend vermutlich auf jedem am Rande hatten).
Es ist nicht so, dass ich elektronische Geräte nicht mag oder nicht auch meinen MP3-Player in der Jackentasche hätte. Allerdings packe ich ihn nur aus, wenn ich entweder extrem müde bin oder mich irgendwelche Mitreisenden mit nervigem Geschwätz belästigen. Grundsätzlich mag ich es überhaupt nicht, mit Beschallung auf den Ohren durch die Gegend zu laufen. Ich mag die Geräusche, die mich umgeben und ich mag auch den Gesprächen anderer Leute lauschen, nicht aus Neugier, ich würde es eher als Interesse an anderen bezeichnen. Mit Kopfhörern auf den Ohren kommt man niemals mit seinem Sitznachbarn ins Gespräch. Ich führe oft auf Bahnfahrten kurze nette Gespräche mit Mitreisenden. Ich mag das auch sehr. Denn ich bin doch ein Mensch unter Menschen. Ich finde das spannend und faszinierend. Außerdem kommen so auch wirklich schöne Momente zustande und man spürt, dass jeder anders ist und seine Geschichte hat.
Kurz vor Weihnachten gab es einen lustigen Zwischenfall: Der Zug verließ gerade den Deutzer Bahnhof in Richtung Siegburg, ich war schon in mein Buch vertieft, ebenso wie der Mann mir gegenüber und die beiden Frauen schräg gegenüber. Plötzlich klingelte das Telefon des Mädchens, das rückwärts vor mir im Sitz saß. Es handelte sich um ein Mädchen, welches am nächsten Tag seinen 14. Geburtstag feiern sollte und deshalb nochmal mit seiner Mutter telefonierte. Es wünschte sich sehr dringend ein neues “Handy” oder “wenigstens einen MP3-Player”. Auch beschwerte sie sich, dass ihre Mutter ihr keinen Kuchen zum Geburtstag gebacken hat, sondern den ganzen Tag nur rumgehangen hat. Dabei wurde sie gegenüber ihrer Mutter extrem ausfallend, wie ich es mich mit meiner Mutter zu reden nie getraut hätte. Allmählich legte ich mein Buch zur Seite, da die Lautstärke des Telefonats dafür sorgte, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Wie ich dabei bemerkte, ging es dem Mann mir gegenüber ebenso. Ich lauschte autmatisch dem Gespräch des Mädchens und musste in mich reingrinsen. Die war noch so kindisch-amüsant, dass ich lachen musste. Als ich meinen Blick zur Seite wandte, bemerkte ich, dass die Frauen mir gegenüber ebenfalls gerade ihre Bücher zur Seite legten und losprusteten. Wir sahen uns an und mussten alle laut lachen. Das ging so weit, dass wir alle zusammen laut lachten und mir der Bauch langsam weh tat. Bei jeder neuen Antwort des Mädchens gröhlten wir los oder hatten schon eine Antwort für sie parat. Uns liefen die Tränen runter und die eine Frau bemerkte noch, dass sie so niemals mit ihrer Mutter geredet hätte. Wir überlegten langsam, ob wir für ein neues Telefon sammeln sollten. Als wir nach einer Viertelstunde in Siegburg ankamen, mussten die ersten beiden aussteigen, worüber sie selbst sehr traurig waren, da sie nun das interessante Telefonat verpassten. Eine der Frauen treffe ich inzwischen regelmäßig im Zug und es hat sich eine nette Bekanntschaft entwickelt. Ich mag so was wirklich sehr, auch wenn sich in diesem Fall über jemand anderen lustig gemacht wurde. Ich mag es, mit anderen zu lachen, zu merken, sie denken wie ich. Ich bin offen und spreche Leute auch gerne an, wenn ich zum Beispiel merke, sie suchen etwas oder brauchen Hilfe. Nicht jeder hat das gerne. Neulich umgriff eine ältere Dame sofort feste ihre Handtasche und schrie laut “Ich brauche keine Hilfe!”, als wenn ich ein Taschendieb mit einer schlechten Masche wäre. So weit ist es schon gekommen, so selten treten Menschen miteinander in Kontakt, dass sie denken, man möchte sie überfallen, wenn man sie anspricht!
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich morgens in der Bahn weniger müde Gesichter mit Stöpseln in den Ohren und dafür mehr lachende, miteinander sprechende Menschen sehen würde. Ich glaube, wir verlernen so traurigerweise einen wichtigen Teil unseres Menschseins - die zwischenmenschliche Kommunikation.
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9.6.2008 von Miriam.
Ich stehe in der Schlange in Berlin-Schönefeld, um einzuchecken für meinen Rückflug nach Köln. Als ich endlich dran bin, dauert die Suche des Mitarbeiters von Germanwings am Schalter schon etwas zu lange. Dann sieht er auf und sagt: “Sie haben heute keinen Flug gebucht!” Wie bitte? Natürlich, schließlich war ich nur für einen Termin in Berlin und möchte nach Hause. Er zeigt mir meine Buchung. Oh nein, da steht tatsächlich 08.07. statt 08.06. Ich bin verwirrt und starre den Mitarbeiter verzweifelt an. Er sagt von sich aus, dass dies öfters vorkomme, da man nach Einstellen des Datums wieder in den Raum klicken muss, da sich ansonsten beim Scrollen das Datum verstellt. Aha, man kennt das Problem!
Ich begebe mich zum Infoschalter - noch voller Hoffnung, dass dies nur ein Versehen ist - und schildere mein Problem. Mir wird von der Mitarbeiterin mitgeteilt, dass ich für schlappe 148 Euro umbuchen kann. Ich erkläre ihr, dass es doch offensichtlich ist, dass ich keinen Monat in Berlin bleiben möchte und hoffe auf Kulanz. Aber keine Chance, im Gegenteil die Dame erwidert noch frech: “Wer weiß, wofür es gut ist?” Ich schaue sie wütend an und ringe um Worte. Verzweifelt zücke ich meinen Presseausweis, doch die Dame schüttelt nur ausdruckslos den Kopf.
Um das ganze abzukürzen: Die pöbelnde Gesellschaft auf dem Flug sowie die überhöhten Preise für qualitativ unzulängliche Nahrung machten die Situation nicht besser und meine Laune blieb auf dem Nullpunkt. Mein Fazit: Lieber von vorneherein etwas mehr bezahlen und wohlfühlen, als sich den Tag versauen zu lassen. Nie wieder Germanwings!
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13.5.2008 von Miriam.
Juhu!!!!! Wir sind wieder erste Liga! Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Ich muss dazu sagen, dass ich das Spiel nicht mal gesehen habe (Schande über mich), da ich die Sonne genießen wollte, aber dafür haben wir mit ein paar Freunden stumpf auf den Videotext des Fernsehers - Live-Ticker - gestarrt und uns gefreut, als wären wir live dabei!
Also das Kölner Herz platzt da natürlich fast vor Stolz (auch wenn wir in Wahrheit dann ab sofort wieder gegen den Abstieg kämpfen) und ich seh uns schon beim UEFA-Cup (ist klar). So, dann fehlt ja nur noch die Hymne:
So sind wir Kölner eben, immer optimistisch!
Iehrefeld, Raderthal, Nippes, Poll, Esch, Pesch un Kalk
Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle
En Rio, en Rom, Jläbbisch, Prüm un Habbelrath
Üvverall jitt et Fans vum FC Kölle.
Freud oder Leid, Zokunf un Verjangenheit
E Jeföhl dat verbingk - FC Kölle
Ov vür ov zoröck - neues Spell heiß neues Jlöck
E Jeföhl dat verbingk - FC Kölle
Refrain:
Mer schwöre dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo dir FC Kölle
Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer
Halde immer nur zo dir FC Kölle!
Ov jung oder alt - ov ärm oder rich
Zesamme simmer stark FC Kölle
Durch dick un durch dünn - janz ejal wohin
Nur zesamme simmer stark FC Kölle
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13.5.2008 von Miriam.
Ich bin bekennende Feministin mit Hang zu empfindlich reagieren und auf die Goldwaage legen von Sprüchen und Diskriminierungen. So, nun wisst ihr Bescheid!
Was in meinen Kopf so gar nicht rein will, sind Frauen, die sich selber diskriminieren und es auch noch cool finden. So ein Exemplar ist mir die letzten Tage auf der Hohen Straße zu Kölnmal wieder begegnet. Stapfenderweise - anders kann man in Schuhen, die einem die Zehen abquetschen ja auch nicht laufen - und Nase gen Himmel trug sie ein schillernd gelbes T-Shirt mit der Aufschrift “Don´t worry - be sexy”. Was wollte die Trägerin dieses T-Shirts uns sagen? Mach dir keine Sorgen, solange du sexy bist ist alles gut? Oder anders: Es gibt nur die eine Sorge: Bin ich sexy genug? Dies scheint leider das zentrale Problem von vielen Menschen meines Geschlechts zu sein. Ich weiß nicht, ob sie sich dazu treiben lassen oder wirklich so extrem auf diese Sorge fixiert sind, jedenfalls finde ich es unglaublich. Frau muss weder Köpfchen noch Witz haben, sondern ausschließlich sexy sein. Und stilisiert sich selber auf so ein T-Shirt. Glaubt es mir, lieber ginge ich nackt als ein solches T-Shirt zu tragen! Für mich ist es eine Aussage, die auf ein armes, ahnungsloses T-Shirt packt, was man an jeder Ecke sehen kann: Frauen, die sich selber über ihr Aussehen, ihre Figur, ihre Brüste, eben über ihre Sexyness definieren… und das finde ich sehr schade. Auch in unserer “emanzipierten” Zeit ist noch lange nicht angekommen, dass frau auch dynamisch, erfolgreich, selbstbewusst, geliebt sein kann, OHNE dauersexy sein zu müssen.
Leider lassen sich viele davon nicht überzeugen. Die lassen es sich aufdiktieren: Du musst sexy sein! Mir klingt noch dieser beknackte Bruce im Ohr: “Baby, du bist sexy, sexy, sexy!” Ziel erreicht? Dann herzlichen Glückwunsch!
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