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Ärzte ohne Grenzen: Unternehmen Weihnachtsspende

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Auch in diesem Jahr läuft wieder die Unternehmen Weihnachtsspende von Ärzte ohne Grenzen. Man kann als Unternehmer oder Firma eine beliebige Summe spenden und hat die Möglichkeit, Logo, Banner oder sonstiges in Weihnachtsgrüße einzubetten. Eigentlich liebe ich es ja, meinen Kunden zu Weihnachten einen netten Gruß mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu schicken. Aber angesichts von Ebola & Co. werde ich in diesem Jahr wieder an Ärzte ohne Grenzen spenden, die derzeit in Gebeiten mit Ebola wirklich großartige Arbeit leisten. Natürlich nicht nur da, sondern in vielen Krisengebieten der Welt.

Wer sich dem anschließen möchte: Zur Aktion geht es hier.

Behandlung bei HIV und Tuberkolose in Swaziland (Foto: Ärzte ohne Grenzen)

Behandlung von Eltern mit HIV in Swasiland
(Foto: Ärzte ohne Grenzen)

Mvelo (35, right) and Qondi Nzalo (35, left) are the parents to this 6 week old baby. They are both HIV positive and both on lifelong ART treatment.  Qondi was treated in the PMTCT (prevention mother to child transmission) program, to try to avoid her baby being born HIV-positive. Her husband is a brickbuilder.
My wife was tested HIV-positive when she went to the clinic [MSF] for her first anti natal care visit. My mother died of AIDS and that made me decide to start treatment when I was tested positive too. My wife and I are doing this together.
This treatment gives me a chance for a future, we are able to make plans now. Men should listen to their wives and get educated. They should come to the clinic with their wives. When my father died I always stayed with my mother. I would like to help speak out on the importance of this treatment and how easy it is to follow it. On the 7th of November we will hear if our baby is healthy. But whether she is infected or not, we are blessed anyway.  – Swaziland, MSF clinic Matsapha. October 2013

Zur Situation zum Eitorfer Krankenhaus: Fragen an die DKU

(Foto: Ralph Lorenz)

(Foto: Ralph Lorenz)

Im öffentlichen Teil der Sitzung des Hautausschusses in Eitorf am vergangenen Montag, den 8. September 2014, gab der Geschäftsführer der DKU, Herr Dr. Stephan, bekannt, dass die Deutsche Klinik Union (DKU) Insolvenz in Eigenverantwortung für das Eitorfer Krankenhaus angemeldet hat und diese genehmigt wurde. Dr. Stephan betonte, dass es jetzt extrem wichtig sei, dass die Mitarbeiter bei der Stange blieben und Patienten sich dort behandeln ließen.

Obwohl ein tragfähiges Konzept für die Gynäkologie und Geburtshilfe seit dem Sommer vorliegt und das Team bereits vor dem 1. Juli zur Wiedereröffnung in den Startlöchern stand, hat sich die DKU bisher nicht dazu entschieden, die Station wieder zu eröffnen. Mir scheint es sehr merkwürdig, dass man Erträge, die man erwirtschaften könnte, anscheinend nicht möchte. Zudem könnte man zur Akzeptanz des Krankenhauses in der Bevölkerung beitragen („Türöffnereffekt“).

Das Appellieren von Dr. Stephan scheint in diesem Hinblick schon fast absurd. Könnte doch die DKU selber dazu beitragen (und hätte längst können), das Vertrauen in den Klinikträger zu stärken. Stattdessen sind die Mitarbeiter verunsichert, haben ihr letztes Gehalt nicht erhalten und gehen trotzdem tagtäglich ihrer so wichtigen Arbeit nach. (Ich selber habe als Mitarbeiterin in einem Unternehmen eine Insolvenz miterlebt und hatte trotzdem keinen Lohnausfall, weil die Insolvenz rechtzeitig angemeldet wurde und das Arbeitsamt dann übernommen hat.) Was macht man, wenn man (auch noch ohne Info) keinen Lohn bekommt? Man hat Angst und Sorgen und überlegt, wie es weitergehen soll.

Obwohl auf Antrag hin die Möglichkeit bestand, Fragen zu stellen, sind leider nur wenige wirkliche Antworten dabei herausgekommen. Allerdings wurde die Frage gestellt, ob es richtig sei, dass am 30. September 2014 die Sonderzulassung für den gynäkologisch-geburtshilflichen Belegarzt Dr. Malass auslaufe und dann wieder keine zwei Belegärzte vorhanden seien, die aber Bedingung für die Wiedereröffnung seien. Obwohl nach einem Besuch der Bürgerinitiative bei der Bezirksregierung klar ist, dass die Wiedereröffnung der Station allein in der Hand des Krankenhausbetreibers, also der DKU, liegt, sagte Dr. Stephan darauf nur: „Ja, dann ist das so.“

Nach meinem Eindruck kommt dieser Termin der DKU sehr entgegen. Die DKU nimmt anscheinend gerne in Kauf, dass der Termin verstreicht. Dann ist die Grundlage entzogen und die „lästige“ Fragerei nach der Wiedereröffnung vom Tisch.

Aber es bleiben noch mehr Fragen, die ich an die DKU hätte.

  • Warum wurden schon vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens keine Löhne mehr ausbezahlt?
  • Wie lange wird das Insolvenzverfahren dauern? Welche Maßnahmen werden ergriffen?
  • Welche Chance besteht für die Wiedereröffnung der Gynäkologie und Geburtshilfe in Eitorf?
  • Sind die Verträge bei der Übernahme durch die DKU von Seiten der Gemeinde Eitorf ausreichend geprüft worden?
  • Was geschieht mit der Wahrung der Grundrechte, welche auch für Ungeborene bestehen?
  • Wer unterstützt die Mitarbeiter bzw. die MAV bei der Wahrung Ihrer Rechte?
  • Was geschieht mit der Immobilie?

Vielleicht gibt es ja bald Antworten. Und noch wichtiger: Lösungen. Seien wir gespannt.

 

(Zur Sitzung gibt es einen sehr schönen Kommentar von Frau Sandra Ebert vom Kölner Stadt-Anzeiger, 10.09.2014: „Ein echtes Armutszeugnis„)

Bisherige Einträge zum Thema:

Erhaltenswert und ganz besonders – Art der Gynäkologie und Geburtshilfe in Eitorf (vom 24. Januar 2014)

Eitorfer Gynäkologie und Geburtshilfe soll geschlossen werden – handeln! (vom 13. Dezember 2013)

Sprachen lernen ist toll

(Foto: *Clam* /pixelio.de)

(Foto: *Clam* /pixelio.de)

Ich finde ja, es gibt so viele tolle und faszinierende Sprachen, dass ich am Liebsten ständig neue lernen würde. Leider komme ich nicht so richtig dazu. Letztes Jahr habe ich zwar mein Französisch mal aufgefrischt, aber ansonsten bin ich schon ausgelastet genug, in meiner Freizeit Englisch und Spanisch durch Bücher und Filme „frisch“ zu halten. Vergangenes Jahr habe ich mal autodidaktisch versucht, Niederländisch zu lernen. Leider bin ich über die Phonetik in Lektion 1 nicht hinausgekommen. Wenn ich mal irgendwann Zeit habe (als Rentnerin vielleicht?) möchte ich auf jeden Fall Hebräisch lernen. Und Isländisch sowie Finnisch wären auch toll. Ach, so viele, so spannende Sprachen. Gibt es eine Sprache, die Ihr noch unbedingt lernen wollt?

Da ich zu diesem Thema in den vergangenene Tagen eine passende (und motivierende!) Pressemitteilung bekommen habe, möchte ich diese hier veröffentlichen. Sie ist vom Deutschen Grünen Kreuz.

Wer Sprachen lernt, bleibt geistig länger fit

Wer mindestens zwei Sprachen (Muttersprache plus eine Fremsprache) beherrscht, hat im Alter bessere kognitive Fähigkeiten. Das ist schon länger bekannt. Bilingualität scheint Studien zufolge sogar das Einsetzen einer Demenz im Alter hinauszuzögern.

Bisher war allerdings nicht klar, was der Grund für diese Beobachtung ist: Fördert wirklich der Spracherwerb selbst das Gehirn, oder lernen intelligente Menschen einfach häufiger mehrere Fremdsprachen? Britische Forscher haben nun eine Antwort gefunden: Der positive Einfluss des Fremdsprachenlernens erwies sich in der Studie als unabhängig von der Intelli­genz der Probanden in ihrer Kindheit, die in der Untersuchung berücksichtigt wurde. Es mag also sein, dass Schlauköpfe häufiger Sprachen lernen. Aber: wer Sprachen lernt fördert sei­ne kognitiven Fähigkeiten, ganz egal, ob er nun ein Schlaukopf ist oder nicht. Besonders stark waren die Effekte in Bezug auf die spätere allgemeine Intelligenz und das Lesen. Und: Wer drei oder mehr Sprachen beherrscht, profitierte stärker als jene, die „nur“ zwei Sprachen beherrschten. Erstaunlich ist, dass es scheinbar keinen Einfluss hat, ob die Sprache aktiv gesprochen wird oder nicht. Besonders ermutigend ist, dass es wohl keine große Rolle spielt, zu welchem Zeitpunkt die Fremdsprache erlernt wird. Die Teilnehmer, die erst als Erwachsene eine weitere Sprache erlernten, profitierten genauso wie jene, die schon während der Schulzeit eine Sprache paukten. Es ist also nie zu spät, um das Gehirn mit Sprachen zu trainieren.

Quelle: Bak T. H. et al.: Does Bilingualism Influence Cognitive Aging? Annals of Neurology, online publiziert am 2. Juni 2014. DOI: 10.1002/ana.24158

Ein dickes, fettes Dankeschön…

Danke

(Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de)

… an alle 430 Frauen, die an meiner Umfrage teilgenommen haben. Die Resonanz hat mich überwältigt. Gerade bei diesem schweren Thema hatte ich gehofft, dass zumindest 100 Frauen teilnehmen, aber das es so viele geworden sind, haut mich wirklich um!

Ich bin gerührt, welche Erfahrungen Ihr mir anvertraut habt, schockiert, was manchen Frauen widerfahren ist und glücklich, dass viele Frauen auch von sehr guten Erfahrungen berichten. Aber am stärksten war das Gefühl der Ermutigung, das Gefühl, das richtige Thema angefasst zu haben, das Gefühl, dass ganz viel Gesprächsbedarf herrscht, dem oft niemand gerecht wird. Es hat mir Kraft gegeben, mein Buch zu strukturieren und wird mir weiter Kraft geben, es zu Ende zu schreiben. Danke Euch allen dafür!

Umfrage zum Umgang mit Fehlgeburten

Eine Fehlgeburt trifft viele Frauen. Aber kaum eine spricht darüber. Das möchte ich ändern. Sprechen wir darüber.

Medizinisch gesehen spricht man von einer Fehlgeburt, wenn das Kind weniger als 500 Gramm wog und vor der 22. Schwangerschaftswoche zur Welt kam. Du hast das selbst erlebt oder kennst ein Frau, die es erleben musste? Dann wäre es toll, wenn Du weiterliest oder Betroffene auf diese Umfrage aufmerksam machst.

Ich plane ein Projekt über Fehlgeburten und den Umgang damit. Dafür brauche ich Eure Hilfe, Eure Meinungen und Eure Erfahrungen. Es geht darum, das traurige Thema Fehlgeburten aus der Tabuzone zu holen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, damit der Umgang mit Frauen, die Fehlgeburten erleiden müssen, letztendlich verbessert wird. Es wäre toll, wenn Ihr Frauen in Eurem Bekanntenkreis auf diese Umfrage aufmerksam machen könntet, damit möglichst viele Erfahrungen einfließen. Die Umfrage ist bis zum 31. Juli 2014 aktiv.  Aufgrund des hohen Interesses an dem Thema habe ich die Umfrage bis 14. August verlängert.

Herzlichen Dank vorab für Eure Hilfe!

Diese Umfrage richtet sich an Frauen, die ihr Kind durch eine Fehlgeburt verloren haben. Wenn Du bereits mehrere Fehlgeburten erlebt hast, gehe bei den Fragen bitte immer von der ersten Fehlgeburt aus.

Es handelt sich um zehn Fragen. Gerne kannst Du in den Textfeldern Deine Antworten ausführen und das Erlebte so ausführlich, wie Du magst, schildern.