9.5.2009 von Miriam.
Jedes Mal, wenn ich im Radio das Lied „Disturbia“ von der Sängerin Rihanna höre, muss ich daran denken, dass dieses Teenie-Idol eine Frau ist, die sich von ihrem Freund schlagen lässt und trotzdem zu ihm hält. Dies schockiert mich umso mehr, als dass damit in meinen Augen gerade jungen Frauen suggeriert wird, dass es ja mal passieren kann, dass einem Mann die Hand ausrutscht. Alles halb so wild, wenn er es bereut. Außerdem hatte er vermutlich eine schwere Kindheit, mit der er sich rechtfertigt. Zeitweise konnte man auch lesen, dass er behauptete, Rihanna habe ihn zuerst geschlagen und die Öffentlichkeit kenne ihren wahren Charakter. Dass dies angesichts der zarten 21-Jährigen eher unwahrscheinlich ist und sie zudem nachweislich schwere Verletzungen im Gesicht hatte – ein blaues Auge, eine aufgeplatzte Lippe und eine blutende Nase – stört die Anhänger von Rihanna offensichtlich nicht.
Am 7. Februar diesen Jahres soll sich der Streit zwischen der Sängerin Rihanna von ihrem Freund Chris Brown in einem Auto zugetragen haben. Beide waren für den Grammy nominiert und sagten die kurz darauf stattfindende Grammy-Verleihung ab. Zuerst hieß es noch, es handle sich um „eine Frau“, die von Chris Brown geschlagen worden sei. Rihanna wollte offensichtlich ihren Freund erstmal nicht bloß stellen. Als das Ganze dann vor Gericht ging, musste sie jedoch aussagen, hielt sich aber auffallend zurück. Seitdem munkelt die Boulevardpresse immer wieder, dass die beiden noch zusammen sind oder sich wieder versöhnt haben. Laut www.nachrichten.ch sind die beiden am 07.05.2009 turtelnd in einem Lokal gesehen worden.
Man könnte nun den fiesen alten Spruch „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ sagen. Aber die beiden sind Personen des öffentlichen Interesses und tragen in meinen Augen als Teenie-Idole auch Verantwortung. Ich habe das Gefühl, es wird erstaunlich wenig darüber berichtet und schon gar nicht geurteilt. Alle Berichte, die ich dazu finden kann, sind sehr vorsichtig formuliert und weisen niemandem so richtig die Schuld zu („Vielleicht hat sie ja doch zuerst geschlagen?“, „Sie kann aber auch zickig sein!“). Dabei scheint es sich doch um einen eindeutigen Fall zu handeln, wie er leider weltweit tagtäglich vorkommt: Eine Frau wird von ihrem Lebensgefährten geschlagen, ihm tut alles furchtbar leid, sie schmollt ein wenig, merkt aber dann, wie sehr sie ihn doch liebt, verzeiht ihm und vertraut darauf, dass dies nicht nochmal passiert. Wie naiv kann man eigentlich sein?
Jede Frau, die von ihrem Partner gewalttätig angegriffen wird, sollte sofort ihre Sachen und ihre Würde packen und das Weite suchen. Denn körperliche Gewalt ist niemals angebracht oder entschuldbar. Und in den allermeisten Fällen leider auch kein einmaliges Erlebnis, dass sich nicht wiederholt. DAS sollte jemand, der Vorbild für andere Mädchen oder Frauen ist, die sich ihr Weltbild gerade erst formen, vermitteln. Damit keine Frau auf dieser Welt sich schlagen lässt und auch noch denkt, ihr Gegenüber hat das Recht dazu.
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16.3.2009 von Miriam.
Schon lange wollte ich etwas über Kassiererinnen, Supermarkterlebnisse oder ähnliches schreiben. Dem ist man mir nun zuvor gekommen. Plötzlich ist das Thema der „Kassiererin“ ganz aktuell in den Medien. Angefangen hat vermutlich alles mit der Berlinerin Kassiererin Barbara E., die bei Kaiser´s nach 15 Jahren Tätigkeit entlassen wurde. Die Frau soll Pfandbons im Wert von 1,60 Euro unterschlagen haben. Und da im Arbeitsrecht – anders als im Strafrecht – der Verdacht eines Diebstahls reicht, um einen Angestellten zu entlassen, ist Kaiser´s laut Gesetz im Recht. Tja, so ist das eben. Was interessiert es die Gerichte, dass die Frau sich in all den Jahren nichts zu Schulden kommen ließ. Oder dass es absolut schwachsinnig wäre, wegen 1,60 Euro seine Arbeitsstelle zu riskieren? In manchen Firmen sind Mitglieder des Betriebsrats nicht gern gesehen und schon gar nicht, wenn sie sich für die Rechte der Mitarbeiter einsetzen. Nein, in diesen harten Zeiten kann man da keine Gnade walten lassen.
Aber zurück zu den Kassiererinnen. So kamen sie also ins Gespräch. Vor kurzem las ich in der EMMA einen Artikel über die französische Kassiererin Anna Sam, deren Buch „Die Leiden einer jungen Kassiererin“ gerade auf Deutsch erschienen ist. Sie beschreibt in ihrem Buch die Position der oftmals gedemütigten und unfreundlich behandelten Kassiererin, die mit Piepen im Ohr nach Hause geht, wenn sie denn mal Feierabend hat. Kurz darauf, genauer gesagt, am 05.03.2009, lese ich im Kölner Stadtanzeiger einen Kurzkommentar von Stefan Knieps zum Thema Supermarkt-Kassen. Ihm ist das alles viele zu viel Fragerei („Haben Sie eine Paybackkarte?“) und überhaupt möchte er doch nur einkaufen. Dass er sich schlussendlich auch noch Turbokassen nach seinen persönlichen Vorstellungen ausmalt, zeugt davon, dass er beim Einkaufen in möglichst minimalistischen Kontakt mit einer Kassiererin treten will. Schließlich will man ja einkaufen und keine Gespräche führen. Wär ja auch noch schöner.
In derselben Woche dann erscheint im freitäglichen Magazin der Süddeutschen Zeitung ein Artikel „Die Kassiererin“, welcher die offensichtlich unzumutbaren Arbeitsbedingungen der Kassiererinnen und die Position der Person an der Kasse beleuchtet und Bezug auf das Buch von Anna Sam nimmt. Der Artikel beschreibt dabei auch sehr schön das Bild der Kassiererin in der gegenwärtigen Literatur. Ein von Unmündigkeit und Passivität gekennzeichnetes Bild, welches im dümmsten Fall auch noch Männerfantasien ausfüllt.
Wenn ich all diese Berichte jetzt nicht gelesen hätte, hätte ich geschrieben, dass ich einen vollkommen anderen Eindruck habe. Ich begegne den meistens Menschen erst mal freundlich. In der Begegnung mit sehr vielen Kassiererinnen allerdings führt dies zu sehr viel Irritation meinerseits. Denn zumeist bin ich die, die „Guten Tag“ sagt, wobei Kassiererinnen häufig a) gar nicht reagieren, b) verwirrt leicht den Kopf heben und mich anschauen oder c) freudig zurück grüßen. Leider sind letztere die seltensten Begegnungen. Ich wunderte mich bisher darüber, dass es zu viel zu sein scheint, dem Kunden an der Kasse freundlich zu begegnen. Denn letztendlich sind wir an der Kasse Kunden, die man üblicherweise gut behandeln sollte. Allerdings geht es im Falle einer Kassiererin natürlich nicht darum, dass sie uns etwas direkt verkaufen will, denn wir kommen ja bereits mit unserem fertigen Einkauf zu ihr und wollen bezahlen. Wir wollen zwar etwas von ihr, aber sie will ja schließlich auch unser Geld. Mir kam es bisher immer so vor, als müsse man sich um Supermarktkunden nicht bemühen, denn die kommen ja ohnehin wieder, da der Supermarkt gleich um die Ecke liegt und man nicht den Supermarkt wie den Arzt wechselt, wenn man sich schlecht behandelt fühlt. Reklamiert man einen falsch eingegebenen Preis, bekommt man oft nur ein mürrisches „Ach so, das ist hier schon falsch eingegeben“, statt einer Entschuldigung, die ich in solchen Fällen eigentlich für angebracht hielte. Pfandbons werden einem mehr oder weniger aus der Hand gerissen, bevor man etwas dazu sagen kann und mein Einkaufswagen wird wortlos um die Kassenecke gezerrt und mit skeptischem Blick auf geklaute Lebensmittel geprüft. Erst vor wenigen Tagen hatte ich ein Erlebnis, bei dem ich laut lachen musste: Ich stand schon an der Kasse. Währen die Kassiererin meine Einkäufe scannte, holte ich zwei Stofftaschen aus meiner Umhängetasche, in denen ich die Einkäufe verstauen wollte und legte sie deshalb in den Einkaufswagen vor mir. Sofort blaffte mich die Verkäuferin an, sie wolle in die Taschen schauen. Ich lachte laut los und sagte ihr, dass sie doch gesehen habe, dass ich die gerade aus meiner eigenen Tasche genommen hätte. Sie bestand jedoch darauf, in die Taschen zu blicken.
Es gibt in meinen Augen zwei Möglichkeiten: Entweder sehe ich so aus, als ob ich klaue, die Diebstähle dann in meine Tasche packe, um sie dann an der Kasse wieder auszupacken (?) oder die Kassiererin ist so gedrillt darauf, Taschen zu kontrollieren, dass sie den Sinn ausblendet und nur den Befehl ausführt. Ich befinde mich nun in dem Dilemma, dass ich nicht weiß, ob ich Mitgefühl mit den Kassiererinnen haben soll oder sie trotzdem weitestgehend unfreundlich finde. Vielleicht ist das ganze eine Mischung aus verschiedenen Komponenten: Druck am Arbeitsplatz, unfreundliche und genervte Einkäufer ohne Zeit an der Kasse und keine Freude an der Arbeit – wissen tue ich es leider nicht (würde mich aber wirklich interessieren). Dagegen spricht allerdings, dass es durchaus nette Kassiererinnen gibt, die auf meine Freundlichkeit ebenso reagieren. Allerdings schreibe ich hier nur meine Sicht auf die Kassiererin nieder. Ich schreibe nicht von den vielen unfreundlichen Menschen, die Sprüche wie „Geht das auch schneller“ raushauen, erst fünf Minuten vor Ladenschluss den Supermarkt betreten und sich unnötig viel Zeit lassen oder die wortlos ihren Schein an die Kassiererin reichen und diese vermutlich nicht mal richtig wahrnehmen.
Letztens fragte mich eine Kassiererin beim Abwiegen des Obstes, um welche Frucht es sich denn nochmal bei der aufgelegten Mango handle. Ich antwortete ihr: „Weiß ich nicht, Sie lieben doch Lebensmittel!“ Worauf sie mich erst ungläubig ansah und dann in ein herzliches Lachen ausbrach, in das ich einfiel. Einkaufen kann eben auch Spaß machen. Wenn man es selber will.
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3.3.2009 von Miriam.
Ich bin Pendlerin. Ich fahre werktäglich mit der Deutschen Bahn und mit mir viele andere Menschen. Dabei fällt mir auf, dass ich und einige wenige andere allmählich zu Dinosaurieren werden. Warum? Weil wir mit unserem Buch in der Hand zur Ausnahme werden. Fast alle Menschen morgens auf dem Bahnsteig sind in irgendeiner Weise elektronisch verkabelt. Noch vor wenigen Jahren wären Menschen, die scheinbar mit sich selber redend (am frühen Morgen wohlgemerkt!) für verrückt und seltsam erklärt worden. Aber man hat sich daran gewöhnt. Denn diese Menschen telefonieren ja nur. Daneben gibt es dann jene Mitmenschen, die scheinbar immer ihr Mobiltelefon am Ohr haben und schon morgens um acht Uhr höchstwichtige Gespräche führen oder auch Murat, der sich nur bei seinem Kumpel erkundigen möchte, “ob wir nachher noch Domplatte gehen”. Die meisten anderen haben Kopfhöhrer in oder auf den Ohren und lassen sich von ihrem MP3-Player berieseln. Einige andere packen inzwischen, kaum das man in der morgendlich überfüllten Bahn einen Sitzplatz gefunden hat, ihr Notebook aus und stöpseln auch hier wieder die Kopfhörer ein. Ich habe tatsächlich schon Leute gesehen, die sich am frühen Morgen erst mal eine DVD reinziehen. Andere erledigen anscheinend schon mal vorab Büroarbeit, wieder andere schauen nur mal, wer gerade so im Messenger ist. Neulich saßen mir dann morgens in der S-Bahn wirklich ein paar kleine Jungs gegenüber, die eifrig mit ihrem Mobiltelefon Fotos schossen (und mich grimmig dreinblickend vermutlich auf jedem am Rande hatten).
Es ist nicht so, dass ich elektronische Geräte nicht mag oder nicht auch meinen MP3-Player in der Jackentasche hätte. Allerdings packe ich ihn nur aus, wenn ich entweder extrem müde bin oder mich irgendwelche Mitreisenden mit nervigem Geschwätz belästigen. Grundsätzlich mag ich es überhaupt nicht, mit Beschallung auf den Ohren durch die Gegend zu laufen. Ich mag die Geräusche, die mich umgeben und ich mag auch den Gesprächen anderer Leute lauschen, nicht aus Neugier, ich würde es eher als Interesse an anderen bezeichnen. Mit Kopfhörern auf den Ohren kommt man niemals mit seinem Sitznachbarn ins Gespräch. Ich führe oft auf Bahnfahrten kurze nette Gespräche mit Mitreisenden. Ich mag das auch sehr. Denn ich bin doch ein Mensch unter Menschen. Ich finde das spannend und faszinierend. Außerdem kommen so auch wirklich schöne Momente zustande und man spürt, dass jeder anders ist und seine Geschichte hat.
Kurz vor Weihnachten gab es einen lustigen Zwischenfall: Der Zug verließ gerade den Deutzer Bahnhof in Richtung Siegburg, ich war schon in mein Buch vertieft, ebenso wie der Mann mir gegenüber und die beiden Frauen schräg gegenüber. Plötzlich klingelte das Telefon des Mädchens, das rückwärts vor mir im Sitz saß. Es handelte sich um ein Mädchen, welches am nächsten Tag seinen 14. Geburtstag feiern sollte und deshalb nochmal mit seiner Mutter telefonierte. Es wünschte sich sehr dringend ein neues “Handy” oder “wenigstens einen MP3-Player”. Auch beschwerte sie sich, dass ihre Mutter ihr keinen Kuchen zum Geburtstag gebacken hat, sondern den ganzen Tag nur rumgehangen hat. Dabei wurde sie gegenüber ihrer Mutter extrem ausfallend, wie ich es mich mit meiner Mutter zu reden nie getraut hätte. Allmählich legte ich mein Buch zur Seite, da die Lautstärke des Telefonats dafür sorgte, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Wie ich dabei bemerkte, ging es dem Mann mir gegenüber ebenso. Ich lauschte autmatisch dem Gespräch des Mädchens und musste in mich reingrinsen. Die war noch so kindisch-amüsant, dass ich lachen musste. Als ich meinen Blick zur Seite wandte, bemerkte ich, dass die Frauen mir gegenüber ebenfalls gerade ihre Bücher zur Seite legten und losprusteten. Wir sahen uns an und mussten alle laut lachen. Das ging so weit, dass wir alle zusammen laut lachten und mir der Bauch langsam weh tat. Bei jeder neuen Antwort des Mädchens gröhlten wir los oder hatten schon eine Antwort für sie parat. Uns liefen die Tränen runter und die eine Frau bemerkte noch, dass sie so niemals mit ihrer Mutter geredet hätte. Wir überlegten langsam, ob wir für ein neues Telefon sammeln sollten. Als wir nach einer Viertelstunde in Siegburg ankamen, mussten die ersten beiden aussteigen, worüber sie selbst sehr traurig waren, da sie nun das interessante Telefonat verpassten. Eine der Frauen treffe ich inzwischen regelmäßig im Zug und es hat sich eine nette Bekanntschaft entwickelt. Ich mag so was wirklich sehr, auch wenn sich in diesem Fall über jemand anderen lustig gemacht wurde. Ich mag es, mit anderen zu lachen, zu merken, sie denken wie ich. Ich bin offen und spreche Leute auch gerne an, wenn ich zum Beispiel merke, sie suchen etwas oder brauchen Hilfe. Nicht jeder hat das gerne. Neulich umgriff eine ältere Dame sofort feste ihre Handtasche und schrie laut “Ich brauche keine Hilfe!”, als wenn ich ein Taschendieb mit einer schlechten Masche wäre. So weit ist es schon gekommen, so selten treten Menschen miteinander in Kontakt, dass sie denken, man möchte sie überfallen, wenn man sie anspricht!
Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich morgens in der Bahn weniger müde Gesichter mit Stöpseln in den Ohren und dafür mehr lachende, miteinander sprechende Menschen sehen würde. Ich glaube, wir verlernen so traurigerweise einen wichtigen Teil unseres Menschseins - die zwischenmenschliche Kommunikation.
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27.10.2008 von Miriam.
In meiner Mittagspause habe ich folgenden Bericht im Kölner Stadtanzeiger entdeckt: Technik für die Frau… Was ich über das Thema denke, gleich, aber was will uns die Autorin sagen? Ich denke, sie findet es furchtbar, aber leider traut sie sich nicht richtig, dies deutlich zu sagen. Ach, das übernehme ich gerne
Also erst mal hier ein schickes Notebook-Täschen der Firma Sony, extra für die Damen:
Na, das ist doch ganz toll. Da haben wir nur drauf gewartet. Dass auch die Notebooks selber, die Handys und die Kameras nun rosa werden, kommt uns doch wirklich entgegen.
Da wir sowieso keinen Technikverstand besitzen, können wir uns nun wenigstens über das hübsche Aussehen der Technik freuen. Am Besten fände ich noch, wenn es nur solche Attrappen wären, denn bedienen werden wir ein solches Gerät wohl kaum können. Ich frage mich ernsthaft, was sich die Entwickler und die Marketingabteilung überlegt. Ich selber bin mal wegen eines neuen Mobiltelefons in einen Laden gegangen und die erste Frage des Verkäufers war: “Ein Aufklapphandy oder zum Schieben?” “Also, mir wäre es wichtig, dass ich damit telefonieren kann…” Er hat leider gar nicht verstanden, was ich ihm damit sagen wollte. Besonders schön war dann die Erklärung auf meine Frage, welche Unterschiede denn die Kameras bei zwei Mobiltelefonen aufweisen würden. “Ne, die sind eigentlich alle ungefähr gleich.” Aha, ist klar.
Fakt ist, dass frau technikmäßig unterschätzt wird. Zudem steigt die Kaufkraft bei Frauen und sie sollten als Zielgruppe wertgeschätzt und ernst genommen werden. Beispielsweise ist bei Autos schon lange bekannt, dass frau mehr Wert auf Komfort und praktische Aspekte legt. In der Autoindustrie wird dies inzwischen gut berücksichtigt. Aber die Computerbranche scheint da hinterher zu sein. Schade. Ich jedenfalls möchte meine Notebooks nicht nach Farbe, sondern technischen Aspekten aussuchen. Und wenn es mir keiner erklärt, dann mach ich mich eben selber schlau, was ich brauche. Eins ist dabei sicher: Ich brauche kein PINK!
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20.8.2008 von Miriam.
Am Anfang verständigte der Mensch sich über Gestik und Mimik. Ziel war überleben, also: Partner oder Partnerin finden, fortpflanzen, jagen und sammeln. Die Probleme dieser Zeit waren allerdings auch begrenzt. Entweder fand man Nahrung oder man verhungerte. Man suchte einen Partner und vermehrte sich oder auch nicht. Vermutlich wurde eine Art Gebärdensprache benutzt, die für diese Zwecke ausreichte. Die Entwicklung des Menschen brachte mit sich, dass daraus eine Lautsprache wurde und sich bis zu den heutigen Sprachen entwickelte. Man konnte also deutlich besser kommunizieren, denn man konnte sprechen und Gestik und Mimik benutzen, um das, was man mitteilen wollte, besser zum Ausdruck zu bringen.
Diese Fähigkeit wurde sehr lange genutzt und präzisiert. Die Schrift kam hinzu und brachte zu Papier, was man anderen sagen wollte. Dabei spielte die Schrift eine wichtige Rolle, denn sie gab dem Ganzen einen Charakter, ja, sie sagte auch einiges über die Person aus, die einem schrieb und vor allem zeigte sie, wie viel Mühe sich der Autor des Briefs gab. Als das Telefon erfunden wurde, ging ein Aufschrei durch die Menschheit: Da war eine Stimme, obwohl der andere an einem ganz anderen Ort war – was für ein Wahnsinn! Abgesehen von Funkgeräten und dem – ich sage mal - Zwischenschritt zum Mobiltelefon, war die nächste Stufe die Kommunikation das Internet. Da sind wir nun.
Menschen kommunizieren, tauschen sich zu Problemen aus, diskutieren mit wildfremden Menschen über noch fremdere Themen, schreiben sich E-Mails mit anderen Menschen, die sie noch nie im Leben gesehen haben. Das hat ja auch seine Vorteile. Aber Menschen gehen im Internet auch auf Partnersuche. Das ist die logische Konsequenz aus diesem Rückschritt in der Entwicklung. Denn Menschen haben die Möglichkeit raus zu gehen, joggen, in die Kneipe, Disco, den Sportverein oder die Volkshochschule, aber nein, was machen sie: Sie suchen in der virtuellen Welt die Person, mit der sie (und die mit ihnen!) das Leben verbringen möchte. Zugegeben: Nicht jeder sucht dort den Partner für das Leben. Manche suchen auch nur sehr, sehr kurze Zusammentreffen – sei es real oder virtuell. Aber ein beachtlicher Anteil der Menschen sucht tatsächlich nach einem Partner.
Was macht diese Faszination aus? Warum sucht man im Internet, wo man den anderen nicht hört, sieht, sein Gesicht nicht beim Sprechen sieht, die Nuancen in Sätzen nicht hört, nicht zwischen den Zeilen lesen kann und die Ehrlichkeit der Worte nicht spürt? Menschen, die im wahren Leben nie aufeinander getroffen wären, warten sehnsüchtig auf eine Nachricht des anderen, rufen ihre E-Mails ab, sind nächtelang in Chaträumen und hören sich die Nichtigkeiten der Mit-Chatter an, nur um hingebungsvoll auf den Log-In des Unbekannten zu warten. Es hat sicher eine Faszination, die das Unbekannte immer unweigerlich auf Menschen ausübt. Aber es hat auch so viele Tücken. Jeder, der regelmäßig E-Mails schreibt, weiß, welche Tücken in dieser Form der Kommunikation lauern. Smileys wurden erfunden, um das Ganze verständlicher zu machen und trotzdem kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Der eine hat etwas ironisch gemeint, während der andere es bitterernst nimmt und in den falschen Hals bekommt. Keine Handschrift gibt Auskunft über den Urheber, man hat keinen persönlichen Eindruck, der das Bild des Gegenübers rund macht. Man macht sich darum selber eins (denn das projiziert der Kopf unwillkürlich) und ist überrascht, im besten Fall erfreut, wenn man die Person dann tatsächlich trifft. So geht das ständig. Die ganzen Missverständnisse können ja schon passieren, wenn der Gesprächspartner gegenüber sitzt. Wie also wollen Menschen wissen, ob die Person, mit der sie gerade per E-Mail kommunizieren, tickt? Ist die Enttäuschung nicht riesig, wenn man dann denkt: „Ach, der ist ja ganz anders als ich dachte“?
Anderseits ist es erstaunlich, wie viele dieser Menschen tatsächlich zu Paaren werden. Es scheint ja zu funktionieren. Trotzdem mutet es seltsam an und die reale Welt bedeutet etwas ganz anderes. Die Art und Weise wie man im Ganzen ist, mit Stimme, Ohren, Mimik, Gestik, Gang, Lachen und dem Mensch als Individuum ist und bleibt hoffentlich unersetzlich. Denn sonst sind wir wirklich mitten im Rückschritt. Rein bezüglich der Entwicklung der Kommunikation gesehen.
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9.6.2008 von Miriam.
Ich stehe in der Schlange in Berlin-Schönefeld, um einzuchecken für meinen Rückflug nach Köln. Als ich endlich dran bin, dauert die Suche des Mitarbeiters von Germanwings am Schalter schon etwas zu lange. Dann sieht er auf und sagt: “Sie haben heute keinen Flug gebucht!” Wie bitte? Natürlich, schließlich war ich nur für einen Termin in Berlin und möchte nach Hause. Er zeigt mir meine Buchung. Oh nein, da steht tatsächlich 08.07. statt 08.06. Ich bin verwirrt und starre den Mitarbeiter verzweifelt an. Er sagt von sich aus, dass dies öfters vorkomme, da man nach Einstellen des Datums wieder in den Raum klicken muss, da sich ansonsten beim Scrollen das Datum verstellt. Aha, man kennt das Problem!
Ich begebe mich zum Infoschalter - noch voller Hoffnung, dass dies nur ein Versehen ist - und schildere mein Problem. Mir wird von der Mitarbeiterin mitgeteilt, dass ich für schlappe 148 Euro umbuchen kann. Ich erkläre ihr, dass es doch offensichtlich ist, dass ich keinen Monat in Berlin bleiben möchte und hoffe auf Kulanz. Aber keine Chance, im Gegenteil die Dame erwidert noch frech: “Wer weiß, wofür es gut ist?” Ich schaue sie wütend an und ringe um Worte. Verzweifelt zücke ich meinen Presseausweis, doch die Dame schüttelt nur ausdruckslos den Kopf.
Um das ganze abzukürzen: Die pöbelnde Gesellschaft auf dem Flug sowie die überhöhten Preise für qualitativ unzulängliche Nahrung machten die Situation nicht besser und meine Laune blieb auf dem Nullpunkt. Mein Fazit: Lieber von vorneherein etwas mehr bezahlen und wohlfühlen, als sich den Tag versauen zu lassen. Nie wieder Germanwings!
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31.5.2008 von Miriam.
Jemanden zu „googeln“ hat sich als beliebte Möglichkeit etabliert, über Bekannte, Freunde, Ex-Leute, Nachbarn, zukünftige Arbeitgeber, ehemalige Arbeitgeber, Bewerber und den Rest der Welt mehr zu erfahren. Ich erinnere mich noch sehr gut, als ich mich selber das erste Mal gegoogelt habe.
Es war Anfang 2001, ich wohnte noch in einer WG, in der mein Mitbewohner bereits stolzer Besitzer eines Internetanschlusses war. Mir selber war das Medium Internet und selbst ein Computer damals noch relativ fremd, wenn gleich es auch einen großen Reiz auf mich hatte. Mich faszinierten die Möglichkeiten, die sich mit einem Internetanschluss eröffneten. Und in meinem Kopf wurden es täglich mehr. Eines Abends, als ich erfahren hatte, an einer relativ seltenen Erkrankung zu leiden, durchsuchte ich das Internet nach Informationen dazu. Dabei stieß ich ein Forum von Betroffenen, sie sich untereinander austauschten. Es sollte das erste Forum werden, das ich ahnungslos besuchte. Ahnungslos deshalb, da ich noch nichts von Suchmaschinen im Allgemeinen und Google im Speziellen wusste. Da mir deren Mechanismen völlig unbekannt war, begang ich einen groben Fehler: Ich loggte mich mit meinem realen Namen ein und stellte naiv eine Frage, die mir auch ein selbst ernannter Experte schleunigst beantwortete. Ich bedankte mich höflich und das Thema war damit erstmal abgehakt, ich war beruhigt, dass auch andere unter der Krankheit litten und dachte nicht weiter darüber nach. An besagtem Abend aber saß ich gemeinsam mit meinem Mitbewohner vor dem Internet und wir erforschten die Möglichkeiten des Internets. Bis wir auf die Idee kamen, mal zu schauen, was passierte, wenn wir uns selber googeln würden. Bei meinem Mitbewohner kamen nur Einträge, die nichts mit ihm zu tun hatten, da er einen in Deutschland häufigen Namen hat. Bei mir hingegen kamen mehrere Treffer und bei den ersten konnte man in dem von Google gezeigten Ausschnitt einen Teil meiner Frage, die ich damals im Forum stellte, lesen. Ich erschrak und scrollte hektisch nach unten, da dies Intimitäten freigab, die ich ungern mit meinem Mitbewohner teilen wollte. Aber Hilfe – wenn er das sehen kann, kann es ja auch der Rest der Welt sehen. Das war ja furchtbar! Wer würde alles auf die Idee kommen, meinen Namen zu googlen? Ich redete mir ein, dass ich mich nicht so wichtig nehmen dürfte, wer sollte schließlich auf so eine Idee kommen? Aber wir machten das ja auch gerade mit Bekannten, warum also sollten andere nicht auch auf die Idee kommen? Oh Nein!
Mein Mitbewohner fragte, was los sei und da leugnen zwecklos war, zeigte ich ihm die Treffer. Er lachte sich fast vom Stuhl, ich hingegen war leicht panisch. Ich fragte ihn, was ich tun könnte. Er meinte nichts, was da stünde, stünde da. An diesem Abend ging ich mit dem Gedanken ins Bett, dass nun für alle Ewigkeit meine intimen Details im Internet für jeden auffindbar seien. Mit dämmerte, dass das Internet nicht nur positive Seiten hat. Um das Ganze abzukürzen: Zirka zwei Jahre später entdeckte ich beim Googeln erleichtert, dass die Treffer nicht mehr erschienen. Ich wusste inzwischen auch mehr über Google & Co. Und hakte das Thema erleichtert ab.
Was ich nicht abhakte bzw. beibehielt, ist Menschen zu googeln. Es ist lustig zu sehen, was bei manchen Personen angezeigt wird. In erster Linie allerdings zeigt es eigentlich nur, ob derjenige wusste, was er im Internet tat und eventuell sogar in gewisser Weise steuert, was von ihm angezeigt wird oder er sich unbedarft – wie ich damals – im Internet bewegt. Da ich inzwischen beruflich viel mit dem Internet zu tun habe, ist für mich klar, worauf ich achten muss, vielen anderen hingegen nicht. Besonders wenn Menschen wenig surfen oder noch nicht lange, passiert es immer wieder, dass sie Spuren hinterlassen, die nicht immer gewünscht sind.
Da ist von Hämorrhoiden die Rede, manche tauscht sich über den Kinderwunsch im Internet aus, andere haben Bücher bei Amazon bewertet oder Wunschlisten angelegt, welche Schule man besucht hat, ist häufig zu lesen oder auch wie man das Hotel im letzten Mallorca-Urlaub fand. Peinlicher sind da schon solche Treffer, wie Fotos von der letzten Party, bei der man sich richtig abgeschossen hat oder berufliche Restspuren, die man gerne beseitigen würde. Was ich allerdings von einer Kollegin fand, die wohl sehr internetaffin ist, überstieg die Peinlichkeitsgrenze immens: Sie beschrieb in Details, von denen ich mir nicht vorstellen kann, dass sie irgendjemanden interessieren, wie Mann am besten eine Frau fisten kann. Der Bericht zog sich über drei Seiten, ich las mit angeekelter Faszination, was diese Frau dort von sich preisgab. Zudem antwortete sie hilfsbereit auf Fragen von anderen Nutzern, die diese Technik wohl nicht so perfekt beherrschten wie sie. Ich war erleichtert. Dagegen war meine Frage damals ganz harmlos. Ich brauche mich gar nicht schämen. Und google mich selber regelmäßig weiterhin - zur Sicherheit.
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24.5.2008 von Miriam.
Im Oktober war ich zu einem Treffen meiner ehemaligen Klasse der Physiotherapeutenschule eingeladen. Zu feiern gab es das 10-Jährige. Das bedeutete, dass sich eine Menge Menschen, hauptsächlich Frauen, nach langer Zeit treffen würden. Zuletzt hatten sich die meisten beim 5-Jährigen getroffen. Unsere Ausbildungsklasse bestand damals aus 38 Personen, davon fünf Männer.
Beim 5-jährigen Treffen erlebte ich bereits, wie die meisten meiner ehemaligen Kollegen und Kolleginnen, mit denen ich früher durchaus gute Zeiten und wilde Partys erlebt hatte, mutiert waren: Zu (angeblich) superglücklichen Müttern und Vätern, die ihre absolute Erfüllung in der Gründung einer Familie, dem Kauf eines teuren Autos und dem Bau eines eigenen Hauses gefunden hatte. Es wurden fleißig Beweise des Glücks zutage befördert und so wurde ich, ob ich wollte oder nicht, anhand der mitgebrachten Fotoalben von dem vorhandenen Glück überzeugt. Kaum jemand sprach über seine berufliche Tätigkeit oder andere Themen, sodass ich den Abend für mich früh beendete und die Veranstaltung verließ. Ich war mir damals ziemlich sicher, dass beim nächsten Treffen einige der „Glücklichen“ bereits geschieden sein würden.
Da meine Freundin, mit der ich über all die Jahre engen Kontakt gehalten hatte, das 10-Jährige organisierte, hatte ich beschlossen, noch mal ein solches Treffen ohne Vorbehalte zu besuchen und zu schauen, was die anderen zu erzählen hatten. Als ich gegen 17:00 Uhr eintraf, saßen einige Frauen, Männer und Kinder an einem Tisch im Garten. Ich setze mich brav dazu und stellte fest, dass einige der Anwesenden schwanger, aber durchaus guter Stimmung waren (warum auch nicht?). Allerdings drehte sich das Gespräch zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich um Kinder. So beschloss ich, erstmal stiller Zuhörer zu sein. Doch es war unumgänglich, dass mich die Frage traf: „Und, was machst Du so?“. Ich erzählte kurz mein berufliches Tun. Doch das schien niemanden zu interessierten. Wie aus der Pistole geschossen folgten die Fragen: „Bist Du immer noch nicht verheiratet?“ und „Hast Du denn Kinder?“. Beide Fragen wurden von mir wahrheitsgemäß verneint. Daraufhin entgegnete mir eine ehemalige Kollegin, die inzwischen drei Kinder hat und, wie sie uns stolz erzählte, das Haus bereits abbezahlt: „Na ja, Du hast ja auch noch Zeit!“ Ich war sprachlos. Da war es wieder, dieses stille Vorraussetzen, dass jede Frau als Ziel Heirat und Kinder hat. Keiner fragte, alle setzten es voraus. Ich merkte, dass es unter diesen Frauen und Männern sinnlos war, ein Gespräch darüber anzufangen. Ich kenne das bereits, diese Rechtfertigungen, warum ich keine Kinder habe und im Übrigen auch keine plane. Das allerdings stößt bei glücklichen Müttern und Vätern kaum auf Verständnis. Ich kenne bereits zu genüge die Argumente, dass es so toll sei, Kinder zu haben, das habe man sich früher nie vorstellen können. Und wer das verpasst hat, der kann einem leid tun. Ich merkte, dass ich in einer anderen Welt lebe als die meisten der Anwesenden. Und in meiner Welt ist es durchaus akzeptiert, keinen Kinderwunsch zu haben. Darüber bin ich sehr froh, denn sonst würden mich nun, wie früher, Selbstzweifel plagen und ich mir immer wieder die Frage stellen, ob ich nicht doch Kinder möchte, um doch immer wieder zu derselben Antwort zu kommen: Nein, ich möchte einfach nicht.
Übrigens waren bei dem Treffen inzwischen zwei Frauen geschieden und zwei weitere in Trennung lebend. So glücklich waren sie also. Ich hingegen bin mit meinem Partner immer noch zusammen – und glücklich.
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13.5.2008 von Miriam.
Juhu!!!!! Wir sind wieder erste Liga! Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Ich muss dazu sagen, dass ich das Spiel nicht mal gesehen habe (Schande über mich), da ich die Sonne genießen wollte, aber dafür haben wir mit ein paar Freunden stumpf auf den Videotext des Fernsehers - Live-Ticker - gestarrt und uns gefreut, als wären wir live dabei!
Also das Kölner Herz platzt da natürlich fast vor Stolz (auch wenn wir in Wahrheit dann ab sofort wieder gegen den Abstieg kämpfen) und ich seh uns schon beim UEFA-Cup (ist klar). So, dann fehlt ja nur noch die Hymne:
So sind wir Kölner eben, immer optimistisch!
Iehrefeld, Raderthal, Nippes, Poll, Esch, Pesch un Kalk
Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle
En Rio, en Rom, Jläbbisch, Prüm un Habbelrath
Üvverall jitt et Fans vum FC Kölle.
Freud oder Leid, Zokunf un Verjangenheit
E Jeföhl dat verbingk - FC Kölle
Ov vür ov zoröck - neues Spell heiß neues Jlöck
E Jeföhl dat verbingk - FC Kölle
Refrain:
Mer schwöre dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo dir FC Kölle
Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer
Halde immer nur zo dir FC Kölle!
Ov jung oder alt - ov ärm oder rich
Zesamme simmer stark FC Kölle
Durch dick un durch dünn - janz ejal wohin
Nur zesamme simmer stark FC Kölle
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