Jahresarchive: 2017

Ungewollt kinderlos? Umfrage zum unerfüllten Kinderwunsch

(Foto: privat)

Jedes 10. Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos.

Diese Umfrage richtet sich an Frauen und Männer mit unerfülltem Kinderwunsch, die aus welchen Gründen auch immer definitiv kinderlos bleiben.

Ich plane ein Projekt über ungewollte Kinderlosigkeit und den Umgang damit. Dafür brauche ich Eure Hilfe, Eure Meinungen und Eure Erfahrungen. Es geht darum, das Thema ungewollte Kinderlosigkeit in den Fokus zu rücken und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, damit der Umgang mit Menschen, die ungewollt kinderlos sind, letztendlich verbessert wird und sie selbst besser lernen, damit zurechtzukommen. Es wäre toll, wenn Ihr Menschen aus Eurem Bekanntenkreis auf diese Umfrage aufmerksam machen könntet, damit möglichst viele Erfahrungen einfließen. Wenn Du ein Mann oder eine Frau und egal aus welchem Grund ungewollt kinderlos bist, würde ich mich über Deine Teilnahme an der Umfrage sehr freuen. Sollte Die der vorgegebene Platz nicht ausreichen oder Du willst mir mehr über Deine Geschichte erzählen, dann schreibe mir gerne eine Mail mit Deinen Erfahrungen an office@miriamfunk.de.

Technischer Hinweis: Um die Umfrage zu sehen und teilnehmen zu können, müssen evtl. der Schutz vor Aktivitätenverfolgung und Ad-Blocker deaktiviert sein.

Diese Umfrage läuft bis 09. November 2017. Vielen Dank für Deine Teilnahme!

Bald ist es da: Tabuthema Fehlgeburt

Mein Baby kommt bald zur Welt – in Form meines Buches „Tabuthema Fehlgeburt“. Und es (oder ich?) hat sich sehr viel Zeit gelassen.

2014 habe ich eine Umfrage zum Thema Umgang mit Fehlgeburten und Umgang mit Frauen bei Fehlgeburten hier auf dem Blog durchgeführt. Aufgrund meiner Tätigkeit als Chefredakteurin für das Internetportal www.9monate.de und nicht zuletzt eigener Erfahrungen liegt mir das Thema sehr am Herzen. Ich dachte, wenn das traurige Thema Fehlgeburten aus der Tabuzone geholt wird und die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert wird, wird der Umgang mit Frauen, die Fehlgeburten erleiden müssen, letztendlich verbessert. Denn es läuft viel schief, wie das so bei Tabuthemen ist – in medizinischer und menschlicher Hinsicht. Die Umfrage sollte mir unterschiedliche Erfahrungen aufzeigen. Ich hatte darauf gehofft, dass vielleicht 50 Frauen teilnehmen, sodass ich diese Antworten auswerten und als Anhaltspunkte verwenden könnte. Was dann passiert ist, hat mich fast schon ein bisschen überfahren: 430 Frauen nahmen an der Umfrage teil und erzählten mir offen und ausführlich ihre Erfahrungen. Da war mir klar, dass ich in ein Wespennest gestochen hatte. Ich sah den Gesprächsbedarf, der zu dem Thema besteht und fühlte mich unglaublich ermutigt, ein Buch zu diesem Thema anzugehen.

Aber es kostete mich Kraft. Viel Kraft, die ich selber phasenweise nicht hatte. Ich hatte zu Beginn direkt 20 Seiten geschrieben. Seitdem lag das Manuskript da und ich hatte es nicht angerührt. Ich hatte oft ein unglaublich schlechtes Gewissen all den Frauen gegenüber, die auf das Buch warteten, aber ich konnte einfach nicht. Im Mai letzten Jahres habe ich mich dann berappelt und entschieden, dass nun Zeit ist für Alles oder Nichts. Also schickte ich ein Exposé an meine drei Wunschverlage. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mit nichts gerechnet. Wenn niemand Interesse daran gehabt hätte, dann hätte ich das angefangene Manuskript wenigstens in der Versenkung verschwinden lassen können und hätte kein schlechtes Gewissen mehr gehabt. Aber dann, drei Tage später, antwortete mir die Lektorin vom Mabuse-Verlag, dass sie sehr gerne etwas zu dem Thema machen wollen und mein Buch genau so wie von mir geplant weitergeschrieben werden kann. Ich war sprachlos. Nun hatte ich endlich einen Grund, weiter am Buch zu schreiben. Und dann ging es eigentlich ganz schnell und gut von der Hand. Nun ist es fertig und wird Ende des Monats erscheinen. Ich freue mich riesig und bin gespannt, wie es meinem Buch-Baby in der Welt ergehen wird.

(Cover: Mabuse Verlag)