Umfrage zum Umgang mit Fehlgeburten

Eine Fehlgeburt trifft viele Frauen. Aber kaum eine spricht darüber. Das möchte ich ändern. Sprechen wir darüber.

Medizinisch gesehen spricht man von einer Fehlgeburt, wenn das Kind weniger als 500 Gramm wog und vor der 22. Schwangerschaftswoche zur Welt kam. Du hast das selbst erlebt oder kennst ein Frau, die es erleben musste? Dann wäre es toll, wenn Du weiterliest oder Betroffene auf diese Umfrage aufmerksam machst.

Ich plane ein Projekt über Fehlgeburten und den Umgang damit. Dafür brauche ich Eure Hilfe, Eure Meinungen und Eure Erfahrungen. Es geht darum, das traurige Thema Fehlgeburten aus der Tabuzone zu holen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, damit der Umgang mit Frauen, die Fehlgeburten erleiden müssen, letztendlich verbessert wird. Es wäre toll, wenn Ihr Frauen in Eurem Bekanntenkreis auf diese Umfrage aufmerksam machen könntet, damit möglichst viele Erfahrungen einfließen. Die Umfrage ist bis zum 31. Juli 2014 aktiv.  Aufgrund des hohen Interesses an dem Thema habe ich die Umfrage bis 14. August verlängert.

Herzlichen Dank vorab für Eure Hilfe!

Diese Umfrage richtet sich an Frauen, die ihr Kind durch eine Fehlgeburt verloren haben. Wenn Du bereits mehrere Fehlgeburten erlebt hast, gehe bei den Fragen bitte immer von der ersten Fehlgeburt aus.

Es handelt sich um zehn Fragen. Gerne kannst Du in den Textfeldern Deine Antworten ausführen und das Erlebte so ausführlich, wie Du magst, schildern.

15 Kommentare zu Umfrage zum Umgang mit Fehlgeburten

  • Ich habe als Vater zweier Sternentöchter diese Umfrage mitgemacht. Es ist einfach wichtig für mich offen und normal über meine Gefühle und meine zwei Erfahrungserlebnisse zu reden. Danke, wir sind nicht allein. Unsere Kinder sind nicht hier, doch sind sie da.
    Hört euch mal von Bodo Wartke das Lied Christine an.

  • Meine Fehlgeburt ist inzwischen 20 Jahre her, trotzdem trauere ich um mein Kind, weil ich danach nie wieder schwanger wurde. Ich hoffe, dass heute Ärzte, Krankenschwestern, etc. sensibler mit den Frauen umgehen – damals war es leider nicht so. Ich hab gerne an dieser Umfrage teilgenommen, obwohl es alte Wunden aufreißt.

  • Danke für dieses Projekt! Am 15.7. hatte ich die Ausschabung, 14. Woche. Nach 6 Jahren war ich endlich schwanger. Da fragt man sich schon, was das Schicksal sich dabei gedacht hat. Ich hatte auf dieses Geschenk nicht mehr gewartet und so wie es jetzt ausgegangen ist, war diese Nummer dann mehr als sinnlos. Aber am schlimmsten ist für mich, dass es so viele betrifft und viele es nicht zugeben. Es gehört heute doch dazu, mehr Frauen haben Komplikationen als keine. Aber sich oder anderen dann etwas vorzulügen, finde ich wirklich furchtbar. Niemand ist unfehlbar! Bin gespannt, wie dein Projekt ausgeht!

  • Bei mir ist die Ausschabung gerade mal zwei Wichen her. Tagsüber geht es gut mit der Ablenkung. Aber die Nächte sind elend lang.
    Finde es super, dass endlich darüber gesprochen wird… Habe gerade selber gemerkt, dass viele dieses Thema „verdrängen“ oder auch nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Und auch, wie viele Frauen ein Kind verloren haben, ohne dies jemals zu erzählen, erst jetzt im Stillen davon reden.

    • Liebe Seli, zwei Wochen ist nichts, gib dir bitte Zeit. Es tut mir sehr leid und ich wünsche Dir Kraft, nach vorne zu blicken, wenn der Schmerz nachlässt!

      • Danke Miriam! Noch immer tut es weh. Die Vorstellung, mein Kind nie gesehen, nie in die Arme genommen zu haben, schmerzt sehr. Und die Sehnsucht nach meinem Kind ist wahnsinnig gross. Da nützen auch Worte wie „Sei doch froh, dass du schon ein gesundes Kind hast!“ auch nichts.
        Ja, ich nehme mir die Zeit. Schäme mich auch nicht, ab und zu mal zu weinen.
        Es geht schon besser als noch vor 2 Wochen. Die Ferien haben mir und meiner Familie gut getan.
        Aber ich verdränge nichts, nehme alles vorne weg!

  • Eine tolle Sache. Durch meinen Verlust erfuhr ich wievielten Bekannten es auch passierte und mir wurde klar dass viele nicht drueber reden!

  • Ich finde dieses Thema mehr als wichtig. Immer wieder höre ich leider auch selber als betroffene, das ich als Sentimental abgestempelt werde sobald ich darüber spreche. Für mich ist es aber immer Präsent das unsere „Kaffebohne“ nicht in unserer Mitte aufwachsen durfte. Auch wenn ich es in einem noch sehr frühen Stadium verloren habe 13. Woche, hätte ich da nicht mehr mit gerechnet. Für mich waren die Kritischen 12 Wochen wo es eigentlich sonst passiert um. Ich bin durch die Hölle gegangen und habe mir beim rein schieben in den OP gewünscht, das ich auch nicht mehr lebend da raus komme. Ich habe zwei wundervolle Kinder und einen tollen Mann, aber in dem Moment war mir das alles egal. In dem Moment wollte ich einfach nicht mehr. Dieses Jahr war es dann so schlimm das man mir Antidepressiva verschreiben musste. Mitlerweile geht es mir etwas besser, aber es ist alles noch viel zu greifbar. Und in ein paar Tagen wäre unser Kind ein Jahr alt geworden, wenn es denn dann eine Chance gehabt hätte. :-(

  • ich habe sehr gerne diese Umfrage mitgemacht , es gibt zuwenige Menschen die einer Frau in solch einer situation versteht .

  • Ich habe sehr gerne dran teilgenommen.

  • Ich habe gern an der Umfrage teilgenommen, weil ich auch finde, dass darüber mehr gesprochen werden sollte.
    Wenn ich bei deinem Projekt sonst noch aus der Sicht einer Betroffenen helfen kann, dann meld dich doch gern bei mir. Ich habe in der Zeit der Fehlgeburt sehr viel gebloggt (ich glaube aber nicht ohne Passwort lesbar).

  • Hallo ich finde es sehr toll damit es endlich kein tabutheama mehr bleibt … und auch Verständnis für den Verlust zugekommen mehr Hilfe von außen ohne dumme Kommentare ….

  • Ich finde es gut, dass es zum Thema Fehlgeburten mal eine Umfrage gibt. Es ist so schlimm, wie die meisten Frauen mit Fehlgeburten betreut werden.
    Du bist freudiger Erwartung, gehst zum Ultraschall und wartest auf schöne Bilder von deinem lebendem Kind mit schlagendem Herzchen und dann… kriegst du die Diagnose und am besten lässt du dich gleich am nächsten Tag schon in den Op schieben…
    Als Hebamme weiß man zum Glück, dass es auch anders geht. Aber der Großteil der Frauen, erlebt leider eine Ausschabung ohne überhaupt über Alternativen aufgeklärt zu werden. Aber die Alternativen sind finanziell natürlich auch nicht so reizvoll.
    Und auch bei diesem Gesundheitsthema geht es leider nur um die Geldmacherei und nicht um die Gesundheit von Frau und Kind. Denn für die Frau, die sich sicherlich wünscht nochmal schwanger zu werden, wäre eine Gebärmutteroperation weniger eine bessere Ausgangssituation als nach einer Ausschabung…
    Ich hoffe jedenfalls, dass viele Frauen bei der Umfrage mitmachen und möchte sehr gerne über den Ausgang der Umfrage informiert werden.
    Vielen Dank und liebe Grüße aus dem hohen Norden
    Jana Ossowski

    • Liebe Jana,
      für mich ist dieses Thema auch eine Herzensangelegenheit, denn ich habe leider von sehr vielen Frauen gehört, die nicht das Glück hatten, gut beraten und betreut zu werden. Ich finde, dass aber genau das sehr wichtig für die Frauen ist, um hinterher auch besser mit dieser Erfahrung weiterleben zu können. Zudem wird meiner Ansicht nach viel zu sehr über das Thema geschwiegen, wo es doch so viele Frauen bzw. Paare betrifft. Ich hoffe, dass noch mehr Frauen teilnehmen und informiere Dich gerne abschließend.

  • Ich finde es gut das eine Umfrage gemacht wird.