Monatsarchive: März 2010

Mein neuer Liebling: www.tauschticket.de

Vor ein paar Tagen wurde ich auf Tauschticket.de aufmerksam. Das ist ein Portal, auf dem man Bücher, Filme, Spiele und sonstiges tauschen kann. Man muss sich registrieren, stellt Artikel ein, die man abgeben möchte, bekommt dafür Tickets und kann diese dann bei anderen Nutzern einlösen. Ähnlich wie bei Ebay erhält man Bewertungen, sodass andere Nutzer sehen können, ob man seriös ist und sich an die Spielregeln hält oder nicht.

Ich bin begeistert! Wie viele Bücher schlummern bei mir in den Regalen, weil ich denke, irgendwann nehme ich sie mit zum Flohmarkt. Nur gehe ich in Wirklichkeit nie zum Flohmarkt… Bei Ebay einstellen lohnt sich nicht, weil man sowieso nur einen Euro bekommt und dafür sind mir die Bücher dann doch irgendwie zu schade. Was also tun? Jetzt habe ich diese ganzen Flohmarktbücher bei Tauschticket eingestellt und mir gleich bei anderen Leuten Bücher „bestellt“. Ich finde es ganz prima und auch die Auswahl der Bücher ist überwältigend.
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Ich habe natürlich gleich recherchiert, wie sich dieses Portal finanziert und wie lange es schon existiert und siehe da: seit 2004! Unglaublich, wie konnte das an mir vorbeiziehen? Und warum hat mir davon niemand erzählt? Finanziert wird das Portal über Werbebanner, Gebühren kostet es momentan noch keine.
Man stellt also Artikel ein und kann angeben, wie viel sie einem wert sind, nämlich ein bis fünf Tickets. Fordert jemand einen von mir eingestellten Artikel ein, so bestätige ich den Tausch und erhalte dafür die von mir angegebene Anzahl von Tickets. Diese wiederum kann ich dann bei anderen Tauschpartnern einlösen. Gleichzeitig verpflichte ich mich, den angeforderten Artikel innerhalb der nächsten 14 Tage loszuschicken. Bin ich mal nicht da, kann ich dies vorher eintragen und meine eingestellten Artikel werden für diesen Zeitraum niemandem angezeigt. Nach dem Tausch wird bewertet, ähnlich wie bei Ebay, sodass andere sehen können, ob der Tauschpartner zuverlässig ist oder nicht.
Prima Sache, wie ich finde! Ich habe auch bereits 19 Artikel eingestellt und ein lang ersehntes Buch angefordert. Auf das warte ich jetzt gespannt.

Ich bin Übersetzerin – kein wandelndes Lexikon!

Als ich noch als Physiotherapeutin gearbeitet habe, gab es einen Satz, der mich besonders nervte (und übrigens alle Physiokollegen, die ich kenne, auch): „Ich hab da so ein Ziehen im Rücken/Bein etc., was kann das denn sein?“ Selbst Freunde, die ich keinesfalls für dumm hielt, brachten diesen Satz immer mal wieder über die Lippen. Meine Standardantwort lautetet: „Das kann man so nicht sagen, dafür müsste ich dich erst untersuchen.“ Das kam nicht immer besonders gut an, entsprach aber der Wahrheit. Schließlich bin ich keine Hellseherin. Die meisten hatten wahrscheinlich auf eine alles heilende Massage gehofft.

Als ich studierte und anschließend als Übersetzerin arbeitete, dachte ich, dass ich nun endlich diesen Fluch der nervigen Frage los sei. Doch bereits im Studium begegnete mir ab und zu jemand, der aus heiterem Himmel fragte: „Was heißt denn das und das?“ Und antwortete ich nicht direkt, wurde empört hinterhergeworfen: „Du studierst doch Sprachen, du musst das doch wissen!“

Ja, ich habe Übersetzen studiert und arbeite als Übersetzerin. Menschen, die mich nach einzelnen Wörtern fragen, sind bei mir jedoch ganz falsch. Ich übersetze nämlich im Kontext. Lese ich einen Absatz eines Textes, sind mir die Zusammenhänge und Bedeutungen zumeist sonnenklar. Fragt mich hingegen jemand ein einzelnes Wort, so kann ich nur groß schauen, denn ich habe keine Universalwörter gelernt und benötige tatsächlich den Kontext, damit ein zusammenhängender und Sinn ergebender Text entsteht. Deshalb helfen mir beim Übersetzen auch zweisprachige Wörterbücher nicht so richtig weiter, denn ein einzelner Begriff ist zumeist nicht der passende, den ich gesucht habe. Viel lieber lese ich einen fremdsprachlichen Kontext zu dem gesuchten Wort oder auch im einsprachigen Wörterbuch. Dann verstehe ich nämlich, was gemeint ist, und kann in Ruhe überlegen, welches deutsche Wort in diesen Kontext nun passen würde. Diese Beschreibung zeigt bereits, dass Übersetzen viel mehr ist, als Wörter in eine andere Sprache zu übertragen, wie häufig vermutet wird. („„Wir brauchen keinen Übersetzer, mein Kollege kann auch gut Englisch.““) Aber dazu ein andermal.
Nur merkt euch bitte: Ich bin kein wandelndes Lexikon.

Spanische Bücher finden leicht gemacht

Meine Neuentdeckung: http://www.newspanishbooks.de/

Auf dieser wunderbaren Homepage kann man sich ansehen, welche Neuerscheinungen es auf dem spanischen Buchmarkt gibt. Zudem kann man nach Büchern suchen, die noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden und findet bei jedem Buch auch die Informationen über den Inhaber der Übersetzungsrechte inklusive Kontaktdaten. Das ist doch mal ein feiner Service für uns Übersetzer, die wir sonst mühsam nach solchen Infos suchen, wenn wir ein Buch finden, von dem wir denken, dass es der deutsche Markt unbedingt braucht.